#4 Bestattungsvorsorge: Wünsche festhalten - Angehörige entlasten
Shownotes
Wir sorgen vor. Für unsere Gesundheit, für die Pension, für unsere Kinder. Aber wenn es um unsere eigene Bestattung geht, drücken wir uns ganz gern. Warum eigentlich? Episode 4 von „In guten Händen @ Dobretsberger – der Podcast rund um Leben, Tod und Trauer“ widmet sich dem Thema Bestattungsvorsorge. Julia und Martin Dobretsberger informieren im Gespräch mit Moderatorin Nora Mayr, wie wir frühzeitig für unser eigenes Begräbnis vorsorgen können, um unseren persönlichen Wünschen gerecht zu werden und gleichzeitig Angehörigen entlasten.
Mehr Infos zur Bestattung Dobretsberger: www.dobretsberger.at
„In guten Händen @ Dobretsberger“ wird produziert von wepodit.
Transkript anzeigen
00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von In guten Händen et Doppelitzberger, dem Podcast rund um Leben Tod und Trauer.
00:00:14: Ich bin Nora Meyer und gemeinsam mit dem Linzerbestatter Ehepaar Julia und Martin Doppelsberger spreche ich monatlich über alles rund um diesen so spannenden Themenkreis.
00:00:26: Liebe Julia lieber Martin, freut mich dass ihr wieder vorm Podcast-Mikrofon Platz
00:00:30: genommen habt!
00:00:33: Sehr gerne.
00:00:34: Gesundheitsvorsorge, Pensions-Vorsorgeversicherungen.
00:00:38: Es gibt ja viele Dinge wo wir Österreicher und Österreicherinnen so gar nichts dem Zufall überlassen wollen.
00:00:45: Beim Thema Bestattungsvorsage schaut es schon ein bisschen anders aus.
00:00:49: ich behauptet mal da drücken wir uns ganz gern und genau deshalb Julian Martin haben wir uns gedacht in dieser Episode wollen wir das ein bisschen genauer besprechen um das Thema gleich einmal zu Beginn richtig einzuordnen.
00:01:03: vielleicht erklärt es einmal mir als Leyen, was ist überhaupt eine Bestattungsvorsorge?
00:01:09: Genau gehört da zum Beispiel auch auf finanzielle Vorsorge dazu?
00:01:12: oder ist da einfach gemeint Begräbnisplanen vorsorgen.
00:01:17: Also grundsätzlich ist Bestattungspforsorge ein großes und sehr breites Thema dem vielleicht ein wenig so dieser Nimbus des unerklärbaren anhaftet und das wollen wir heute versuchen wenn ich aufzulösen.
00:01:33: Grundsätzlich ist die Bestattungsvorsorge alles das, wo ich meine Wünsche über mein Begräbnis in irgendeiner Form deponiere.
00:01:40: Hinterlege jemandem mitteile.
00:01:43: Das heißt, die Bestatungsvorschorge ist anders als ein Testament kein Akt, wo Ich einen Notar brauche.
00:01:47: Ich brauche auch grundsätzlich keinen Bestatter dafür.
00:01:51: Es macht natürlich Sinn dann wenn es in Richtung einer finanziellen Vorsorge geht dass man sich vorher beraten lässt, welche Kosten bei all den Wünschen die man für sich in Anspruch nehmen möchte entstehen werden.
00:02:03: Damit man weiß in welcher Höhe man Versicherungen abschließt.
00:02:06: Aber grundsätzlich ist die Versicherung ein eigenes Thema eine sterbe Geldversicherung und auf der anderen Seite eben die Hinterlegung der eigenen Wünsche.
00:02:14: Und insofern kann das jetzt etwas sein was man zu den Dokumenten legt wo man aufschreibt welche Musik man gerne gehört hätte wo eine Grabstelle existiert indem man sich vorstellen kann oder die eigene Urne dann einmal beigesetzt werden kann, da bis zu Details über Listen welche Angehörige zu verständigen sind.
00:02:34: Welche Vorstellungen man fürs Begebnis genauerhegt der eigenen Lebenslauf, der vielleicht ja auch für Kinder gar nicht so abgreifbar ist weil die erst zu einem späteren Zeitpunkt zugestoßen sind im eigenen Leben.
00:02:46: also das sind so Dinge die in einer Bestattungsvorsorge geklärt werden können und diese Bestattung vorsorge sollte tendenziell unter dem Vorbehalt der Situation geschlossen werden.
00:02:57: Das heißt, man hinterlegt seine Wünsche und Vorstellungen und gibt gleichzeitig Angehörigen aber die Möglichkeit von diesen Wünschen abzugehen.
00:03:06: dann wenn es sinnvoll erscheint also wenn ich jetzt zum Beispiel eine Bestattungsvorsorge um jetzt ein Beispiel zu zeigen schließe mit einem Bestatter deponiere ich zu meinen Wünschen, dass sich hundert Gedenkbilder brauchen.
00:03:21: Dann werde ich hundertsechzehn Jahre alt und dann wird mein Bekanntenkreis wahrscheinlich schon sehr ausgedünnt sein.
00:03:26: Und dann wird man vielleicht von diesen hundert gedenkbildern doch nur noch zwanzig brauchen.
00:03:30: Ja, wahrscheinlich!
00:03:32: Weil es die engere Familie ist – und dann ist das natürlich auch sinnvoll davon wieder abzugehen oder wenn sich gesetzliche Rahmenbedingungen ändern.
00:03:40: dann sollte schon die Möglichkeit bestehen, dass Kinder auch andere Entscheidungen treffen ohne sofort ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.
00:03:48: Das heißt das soll eine Erleichterung sein für beide Seiten?
00:03:51: Für denjenigen der die Bestattungsvorsorge aufsetzt oder sie bespricht?
00:03:56: Dass er weiß es ist alles geregelt.
00:03:58: ich brauche mir keine Sorgen zu machen.
00:04:00: die Kinder wissen woran sie dran sind oder eben auch andere Angehörige.
00:04:04: wenn es eben keine Kinder gibt und auf der anderen Seite das vieles schon besprochen, da muss ich mir jetzt dann im Anlassfall nicht separat Gedanken über alles mögliche machen sondern kann schon darauf zurückgreifen.
00:04:17: Aber das heißt, wenn ich sage okay, klingelt es.
00:04:20: Ich höre dein Podcast, denkt mir her, das könnte euch eigentlich auch einmal angehen.
00:04:23: Dann mache ich mir ganz normal an Termin mit euch aus!
00:04:26: Also einfach bei uns anrufen und einen Terminausmachen und dann geht's einfach darum zu beraten.
00:04:32: was gibt es überhaupt für Möglichkeiten?
00:04:34: Was sind die Wünsche und dahinter die Bedürfnisse zu erfragen und wie man das dann umsetzt.
00:04:38: also die meiste Motivation ist wirklich die eigenen Angehörigen zu entlasten.
00:04:43: Also das ist so die überwiegende oder die Dinge in Ordnung zu bringen.
00:04:48: Und oft ist so der Einstieg, gibt da eine ganz ein ungewöhnliches Anliegen dass ich mein eigenes Begräbnis regeln möchte.
00:04:55: für uns ist es gar nicht un... üblich und gar nicht ungewöhnlich, sondern es zeigt eigentlich nur dass man meine Angehörigen am Herzen liegen.
00:05:03: Und ich möchte das in der Situation wo sie eh traurig sind, nicht nur Adressen zusammensuchen müssen oder Dokumente suchen müssen, sondern einfach dass Sie sich auf das konzentrieren können und einfach einen gewissen Leitfaden haben.
00:05:16: was werden dem meiner Interessen gewesen?
00:05:18: aber eben wieder Martin schon gesagt hat mit der Freiheit dass sie auch noch ihren Bedürfnissen abweichen könnten
00:05:24: Damit man weiß, welche Fragen da so gestellt werden kann man sich entweder zur Vorbereitung oder eben auch als ganz private und niederschwellige Vorsorge so einen Leitfaden kostenlos bei uns auf der Homepage herunterladen.
00:05:35: Das finde ich auch deswegen ganz wichtig einerseits weil dort viele Dinge erklärt sind und andererseits muss genauso eine Unterlage auch niederschwellig sein das heißt in dem Moment wo auf beliebigen Bestatterseiten seine Daten hinterlegen muss oder eingeben muss, um es herunterladen zu können.
00:05:51: In dem Moment ist das sicher eine unseriöse Webseite.
00:05:55: Man sollte also für solche Leitfäden- oder Checklisten keine Daten hinter legen müssen und deswegen auch bei uns ganz niederschwellig einfach runterladen.
00:06:02: dann kann man sich das durchlesen.
00:06:04: da sind die Bestattungsarten erklärt, dass auf vieles hingewiesen sei es von den Passwörtern bis hin so Dingen, die vielleicht für Angehörige ganz wichtig sind wo die Bankverbindungen sind ob man noch andere Konten hat, dass die gängig bekannten.
00:06:19: Das heißt das Angehörige sich in der Situation mit Fragen auseinandersetzen oder bzw.
00:06:25: Antworten haben muss er sich im Leben mit den Fragen nicht auseinandergesetzt haben.
00:06:30: Aber ich finde diese Flexibilität auch schön, wenn man sich... Dass man quasi zwar vielleicht eine Anleitung hat, die sich der Angehörige gewünscht hätte.
00:06:38: Aber dass man sich eben offen lässt und sich denkt naja aber ich würde dann ganz gerne als Angehöhriger das noch meinem Verstorbenen mitgeben in der Trauerfeier Was erlebt ihr so in der Praxis?
00:06:50: Wie viel wird das genutzt diese Vorsorge?
00:06:52: Wird es mehr an den letzten Jahren?
00:06:55: Also aus unserer Erfahrung ist es natürlich regelmäßig, dass es in Anspruch genommen wird.
00:06:59: Das deckt sich nur mit unserem beruflichen Alltag.
00:07:05: Insgesamt ist es so, da gab es eine ganz gute Studie, eine Repräsentative in Österreich von der Bundesinnung der Bestatter.
00:07:11: In dem Jahr zwei Jahrzehnte und zwanzig Jahrzehn zeigt das auf dem Gebiet der Bestattungsvorsorge die Österreicher auch wenig informiert sind und sich mehr Informationen wünschen.
00:07:23: Deswegen auch dieser Podcast dazu um viele Fragen oder eben auch die Unbekanntheit der Möglichkeit ein wenig herauszunehmen.
00:07:32: Ja, unter die Hemmschwelle zu reduzieren.
00:07:34: also das ist wirklich nichts Ungewöhnliches sondern das ist eine Chance eine Möglichkeit Die alles kann aber nix muss.
00:07:43: Also dass die Vorsorge die bei uns aufliegen Das ist wirklich von ich hinterlege nur meine Dokumente Dass meine Angehörigen nicht suchen müssen bis zur total durch geplanter Trauerfeier mit Musik und Blomenschmuck Hinterlegt.
00:07:57: also es ist wirklich alle Möglichkeiten.
00:07:59: Und das kann sich auch aufbauen, also manche kommen zu uns und sagen mal ich möchte mal die Dokumente hinterlegen und zwei drei Jahre später ergänzen sie ihre Vorsorge?
00:08:09: Also das ist auch was, was dynamisch ist, was auch sich mit den Jahren entwickelt oder die Musik wird dann noch mehr verändert weil ich mich als Persönlichkeit verändert habe.
00:08:17: Und es ist voll in Ordnung!
00:08:18: Das
00:08:18: liegen bei uns im Unternehmen etwa neunhundert Bestattungsvorsorgen auf.
00:08:23: Wie gesagt, das sind keine hochdrabenden Verträge, die man da abschließt sondern Es ist die Vereinbarung, dass der Bestatter die Wünsche aufhebt und im Todesfall den Angehörigen aushändigt.
00:08:35: Auf der Geber für die Bestattung ist natürlich nach wie vor noch der Angehöhrige, der dann das Begebnis bestellt.
00:08:41: Und diese Bestattungsvorsorge, die wir mit Angehören besprechen haben den Vorteil, dass sie einerseits schon auf die rechtliche und auf die faktische Machbarkeit überprüft sind.
00:08:54: Das heißt, unser Portfolio, aber auch die Möglichkeiten, die im Rahmen einer Bestattung möglich sind.
00:09:00: Vielleicht gibt es da Ideen auf die man selber noch gar nicht gekommen ist?
00:09:03: Vielleicht hat man aber auch Ideen, die so nicht umsetzbar sind zum Beispiel das Verstreuen der Asche in Oberösterreich verboten und jetzt kann man sich das zwar wünschen nur machen darf man's nachher nicht und dann ist die Enttäuschung natürlich groß.
00:09:16: wenn man sich denkt Jetzt haben sich das die Eltern gewünscht und dann geht das jetzt nicht Dann wird schwierig.
00:09:21: also insofern ist das sicher gut als vorher mal abklären zu lassen und das kann von ich hinterlege meinen gesamten Wünsche für meine Bestattung sein, bis zu.
00:09:29: Ich brauche nur für die nächsten vierzehn Tage eine vorübergehende Lösung.
00:09:34: Eine Sicherheit dass wenn ich jetzt auf Kur auf Urlaub auf Kreuzfahrt fahre Und mit meinen Eltern oder mit meinen Großeltern wäre in dieser Zeit etwas Dass sich weiß dass da geordnete Bahnen läuft bekannt ist, auch der Bestattung bekannt ist wie es denn jetzt zu verfahren und ich dann nicht vom Kreuzfahrtsschiff aus auf große Distanz womöglich mit schlechtem Empfang gesegnet das organisieren muss.
00:09:58: Und auch dafür gibt es diese Vorsorge, dass heißt so eine kurzfristige Vorsorge nur für den Urlaubsfall.
00:10:06: die kann auch nachher kostenlos wieder aufgelöst werden.
00:10:09: also da fallen ja keine Kosten an sondern es geht wirklich um diese Hinterlegungen der organisatorischen Belange, dass
00:10:15: quasi im Ernstfall die ersten Schritte mal in die Wege geleitet werden können.
00:10:20: Glaubt ihr, dass bei der Vorsorge-Thematik vielleicht auch eine gewisse Hemmung mitspielt?
00:10:26: Zum Beispiel das auch wirklich ... dezidieren wir mal mit den Eltern anzugehen.
00:10:30: Mit den eigenen.
00:10:30: Dass man sich denkt, naja, das lasst mir lieber aus!
00:10:33: Weil da müssen sie im Thema Tod wieder auseinandersetzen.
00:10:36: Glaubte es dir, dass das auch mitspielen wird, dass da gewisse Hämmungen besteht, das nicht so in Anspruch zu nehmen?
00:10:41: Also unsere Erfahrung ist eher, dass die Eltern des Bedürfnis hätten mit den Kindern drüberzusprechen aber die Kinder des Ablehnen.
00:10:49: also viele kommen so Unsinnung.
00:10:50: Mit ihnen kann ich offen drüber sprechen, mit ihnen kann eben meine Wünsche abgleichen mit dem was möglich ist weil die Kinder einfach oft sagen na Mama über das möchte man nicht, wir möchten ja nicht den Teufel an die Wand malen und oft ist es einfach das Bedürfnis um sich zu erkundigen oder einfach nur informell sich beraten zu lassen.
00:11:09: Oder oft ist das auch schon du wirst eh hundert.
00:11:12: und gleichzeitig ist es Hoffnung und Ablehnung zugleich.
00:11:16: Einerseits ist es natürlich die Hoffnung, weil man seine Eltern lange haben möchte und Eltern per se unsterblich sind und sein sollen im eigenen Leben.
00:11:25: Und gleichzeitig kratzen wir dann natürlich schon sehr stark an existenziellen Fragen, die uns beschäftigen und denen wir uns vielleicht auch in der Leichtigkeit des Alltags nicht stellen wollen.
00:11:36: und in dem Moment, wo aber dann Krankheit und Einschränkung daherkommt im Leben.
00:11:40: Da wollen wir uns dem erst recht nicht stellen weil wir es ja jetzt noch nicht schlimmer machen wollen so nach dem Motto naja wir gehen davon aus dass du sowieso stirbst.
00:11:48: also das heißt wann ist der richtige Zeitpunkt eigentlich im völlig gesunden Zustand in der ganzen Kraft seiner seines Geistes da?
00:11:56: So kann man sein Leben gut ausbreiten und eine Idee dafür entwickeln über ein fernes Ende, weil das lässt sich am leichtesten sprechen.
00:12:04: Wenn der Tod vor der Tür steht oder erwartet wird dann ist es natürlich um wesentliches Schwierige.
00:12:09: Und natürlich auch gewisses Feingefühl des Musiker sozusagen, um auch aus dem persönlichen Liegkästchen zu plaudern.
00:12:15: Es ist nicht mit den eigenen Eltern jetzt nicht angenehm darüber zu sprechen weil wir eh wie in den vorherigen Folgen auch das, dass man sich emotional auf das Thema einlöst und die Endlichkeit einlässt.
00:12:26: Und mir wird jetzt auch das Gespräch mit meinen Eltern bevorstehen und ich finde es einfach dann wichtig zu sagen wieso man's wissen möchte?
00:12:34: Ich werde zu meinen Eltern gehen und sagen mal bitte sagts mal eure Freunde!
00:12:37: und sagts mal eure Adressen, weil es ist mir wichtig dass die Menschen die euch im Leben wichtig waren von euch Abschied nehmen können.
00:12:45: Und ich finde wenn man's ihnen erklärt wieso man das wichtig findet und dass es eigentlich ein Ausdruck von Wertschätzung ist dann ist es leichter.
00:12:54: Sonst als Geheimtipp kann man vielleicht noch an dieser Stelle mitgeben bieten sich runde Geburtstage an die Addressenliste sofort einzukassieren und zu kopieren.
00:13:02: Das ist also immer ganz dankbar, wenn man auf die letzten Feiern oder größeren Feiern zurückgreifen kann.
00:13:08: Dann hat man zumindest ein wenig den Freundeskreis vielleicht auch der Familie zu einem positiven Anlass abgebildet und natürlich sind das die Menschen, die auch sonst für Begleitung von Trauerfeiern wieder wichtig sind eingeladen zu werden.
00:13:22: Ganz spannend finde ich einfach den Aspekt dass die Bestattungsvorsorge wirklich als Geschenk gesehen werden sollte und Geschenke macht man grundsätzlich gerne.
00:13:31: Das stellen wir eben auch fest, dass die älteren Menschen mehr die Tendenz haben eine Bestattungsvorsorge abzuschließen.
00:13:38: Insbesondere dann wenn sie erlebt haben was es bedeutet ein Begräbnis zu organisieren wie viele Fragen da auf einen zukommen wie viele großen organisatorischen Hürden eben Adressen ausfindig machen vielleicht das das Handy des anderen sozusagen nicht zugänglich war weil man den Pinkrot nicht wusste und dann merkt man zum ersten Mal Wie schwierig das dann sein kann auf die Fotos zuzugreifen, auf die Adressen zuzugrafen.
00:14:03: Und wie wertvoll es ist wenn man vielleicht bei seiner Dokumentenmappe diesen Pinko hinterlegt oder den Kindern schon einmal zur Lebzeiten anvertraut.
00:14:11: und spannend finde ich auch dass zum Beispiel im Nachgang oft nach dem Sterbefall der Wunsch da ist doch den Fingerabdruck des Verstorbenen abzunehmen weil man den vielleicht in den Ehring hineinkravieren lassen möchte also der Ehepartner auf seinem Ehringen noch den Finger Abdruck Da verstorbene Garten, das Verstorbenen Garten drinnen hat.
00:14:31: Aber den Fingerabdruck hat man zu Lebzeiten auch und eigentlich noch viel besser präsent.
00:14:36: Das heißt, den könnte man auch zu Lebzeit schon abnehmen.
00:14:39: Und es wäre eine Kleinigkeit genauso wie man eben zur Lebzeit noch.
00:14:42: ganz gut muss ja nicht ein Podcast sein aber man könnte zumindest ein Ton-Dokument schaffen wo ein besonderes Gedicht vorgelesen wird, wo der eigene Lebenslauf vorgelessen wird damit die Enkelkinder vielleicht einmal eine Idee haben wie die Stimme der Oma war Und das wäre doch ein Geschenk, dass sich aber dann – wenn es einmal soweit ist und der Todesfall eingetreten ist – nicht mehr nachholen lässt.
00:15:04: Das heißt, es geht da ganz stark natürlich auch um Timing wirklich zu einer Zeit zu machen, das ist vorhin auch schon angesprochen.
00:15:10: Wenn man eigentlich gesund ist, wenn das noch eher in Ferne ist, würde dir da einen Alter empfehlen?
00:15:16: Ich meine ich bin jetzt dreiundvierzig.
00:15:18: wird's bei mir schon!
00:15:19: Zeit sein, dass ich mir darüber Gedanken mache.
00:15:21: oder kann man das nicht sagen?
00:15:22: Wahrscheinlich machst du
00:15:23: dir automatisch Gedanken weil du mit uns
00:15:25: dort zusammenstehst
00:15:27: und wir aufnehmen.
00:15:30: Das heißt in dem Moment wo man intensiver mit dem Thema konfrontiert ist macht man sich wahrscheinlich Gedanken.
00:15:36: grundsätzlich und es geht aus dieser Statistik eigentlich sehr gut hervor diese Umfrage die wir gemacht haben dass ab dem Alter von siebzig sprunghaft das Interesse an Bestattungsvorsorgen steigt, einfach aus der persönlichen Betroffenheit heraus.
00:15:54: Aber ich würde sagen wenn man all jenen die heute hier zuhören empfiehlt doch mal mit den Angehörigen übers Leben zu sprechen dann ist schon vieles ausgesprochen was unter Bestattungshorsorge so schwer klingt und sich über das Leben so leicht erzählen lässt.
00:16:11: Ich habe gestern eben, weil es gerade dazu passt so ein beeindruckendes Gespräch gehabt mit meiner ex-ex-Schwiegermam oder Gespräche.
00:16:18: Wir haben geschrieben am Handy und ich habe erzählt – ich nehme heute Podcast auf rund ums Thema Tod – sie hat mir dann Fotos geschickt.
00:16:25: Sie hat eine Begräbnismappe.
00:16:27: Also sie hat deine Vorsorge getroffen bis hin zur Thymian Urne, die sie schon ausgesucht hat.
00:16:32: Und ich hab das wirklich sehr beeindruckend gefunden, weil genau ja, um das geht.
00:16:36: Zirka sagt Ja!
00:16:38: Ich will dass die Kinder damit möglichst wenig auffinden haben, erlebt ihr in der Praxis die Motivation dahinter das zu machen?
00:16:45: Eher dass das eben für die Mama dann geregelt ist oder damit ich mich selber als Angehöriger auch besser fühle in der Situation.
00:16:53: Also Tendenzellis ist ein mitmenschlicher Akt.
00:16:55: also es wird selten eine Bestattungsvorsorge deswegen abgeschlossen weil ich das so möchte und ich meinen Kindern nicht vertraue dass sie es ordentlich machen, sondern meistens ist es wirklich dieses Abnehmen von organisatorischen Fragen.
00:17:14: Von Ideen und Wünschen diese Erleichterung für andere das ist eigentlich der Hauptangnüpfungspunkt um dann eben Für die Fälle wo es pflegende Angehörige gibt da ist es dann schon aber in geringerem Ausmaß auch Der Fall das eben für Urlaube für die eigene Kuh oder eine eigene Reha Dann sozusagen Bestattungsvorsorge Angehörige abgeschlossen werden, damit eben man sicher sein kann dass in dieser Zeit alles geregelt ist wenn es denn sein sollte.
00:17:42: Wenn jemand kommt der hat das vor ein paar Jahren schon gemacht und seine Wünsche haben sich jetzt verändert in den letzten Jahren.
00:17:49: Der Musikgeschmack ist anders geworden Es gefallen andere Blumen oder keine Ahnung die Urne soll anders sein.
00:17:55: Das ist dann kein Problem auch wenn das schon einmal festgehalten wurde.
00:18:00: Es ist ja kein abschließender Vertrag, sondern es ist wirklich eine Aufstellung von Wünschen und wir haben das finde ich auch ganz angenehme Beziehungen mit Menschen die regelmäßig einmal im Jahr oder alle zwei Jahre kommen und die Adressenliste überarbeitet wieder abgeben.
00:18:16: Und wie viele andere sozusagen nicht leben, sondern gerne auf Wiedersehen zum Bestatter sagen weil solange wir uns wieder sehen also ist sie auch noch nicht verstorben.
00:18:27: Das sind eigentlich sehr angenehme Gespräche, man lernt sich auch über die Zeit kennen.
00:18:33: Es ist auch ein wenig für uns dann einen Abschied, wenn diese Menschen versterben.
00:18:36: Also man hat baut ja wirklich eine Beziehung auf.
00:18:39: aber so eine lebendige Bestattungsvorsorge kann beim Bestatterling wie gesagt auch zu Hause in der Dokumentenmappe sicher das sinnvollste weil es das Leben am echtesten wieder gibt.
00:18:48: Ein wichtiger Aspekt ist einfach seinen Angehörigen davon zu erzählen dass es das gibt Weil die sind dann in dem Moment erleichtert und sagen, da hat es was gegeben.
00:18:58: Die Mama hat mir erzählt, dass sie eben bei Bestattung Duprezberger etwas hinterlegt hat.
00:19:03: Und das ist einfach wichtig zu wissen!
00:19:05: Erlebt ihr eigentlich Menschen, die vorgesorgt haben als ruhiger oder gefastert auch im Umgang mit dem Thema Tod sterben?
00:19:13: Also ich habe schon den Eindruck, dass die schon das Gefühl haben jetzt hab ich was ganz Wichtiges erledigt.
00:19:19: Also, die wollen manches in Ordnung bringen.
00:19:22: Die wollen so wie sie im Leben oft sehr ordnungsliebend waren auch im Tod des ordningsgemäß abgewickelt haben und ihr habt schon den Eindruck dass die mit einer gewissen Erleichterung dem entgegensehen weil sich für ihre Angehörigen was ganz was großes vielleicht sanfter vielleicht tröstlicher vielleicht angenehmer gemacht haben.
00:19:43: Also die gehen schon erleichtert aus dem Gespräch raus.
00:19:46: Manchmal haben sie es auch ganz schwer vorgestellt und sind dann ganz überrascht, dass ja so viel ums Leben geht und das durchaus ein positives Gespräch sein kann.
00:19:56: Da kommen wir vielleicht nur zum finanziellen Aspekt.
00:19:59: Begräbnis weiß man ja dann auch in der Vorsorge.
00:20:01: da ist zum Hinsparen des Kostes ja trotzdem was.
00:20:04: Gibt's da vielleicht einen Richtwert?
00:20:05: Wir werden zu dem Thema begräbnisse mal eigene Episode machen aber trotzdem was ihr ratet Stichwort finanzielle Vorsorge auch, sich bei Seite zu legen?
00:20:15: Also grundsätzlich gibt es da verschiedenste Formen.
00:20:18: Sinnvoll kann sein, sich in erster Linie über die Kosten beraten zu lassen weil es ja auf den individuellen Fall zugeschnitten sein sollte – auf die individuelle Wünsche.
00:20:29: Man kann sich ganz grob Orientierung holen auf der Webseite.
00:20:32: Da sind kostenbeispielhaft für verschiedene Bestattungsarten bei uns aufgeführt Und dann hat man schon eine Idee davon.
00:20:40: Wie gesagt, das Sinnvollste ist die eigenen Wünsche einfach auf Machbarkeit, Umsetzbarkeit und vor allem auch auf die Kosten.
00:20:47: Dann im Detail nochmal durchzubesprechen – es bekommt bei uns jeder kostenlos einen Kostenvoranstieg, eine Kostenauffstellung, die nicht nur unsere eigenen Leistungen enthält sondern auch die Leistung der Friedhöfe allenfalls des Kramaturiums eines Steinmetzes, der allenfalls notwendig ist also auch und der Gebühren,
00:21:06: d.h.,
00:21:06: alle umliegenden Kosten.
00:21:08: Und das ist, glaube ich, das Wichtigste denn es hilft ja am Ende des Tages nichts wenn dann die Kosten des Bestatters gedeckt sind und die ganze Bandbreite an anderen Kosten, die eben so viel ausmacht nicht.
00:21:18: und insofern ist es wichtig einfach bei diesen Beratungen darauf zu schauen dass wirklich sehr unfassend aufgeklärt wird und dass man da eine gute Grundlage hat.
00:21:27: und bei Versicherungen kann man das dann entweder versichern als Einmalerlag Man kann es natürlich genauso selber auch ansparen entweder auf einem Konto separat liegen haben oder den Kindern geben.
00:21:38: Man kann es auch theoretisch unter den Kopfpolster legen, nicht so eine ganz gute Idee in Zeiten hohe Inflation aber auch machbar.
00:21:46: und es gibt Versicherungen die Rücküberführungen aus dem Ausland separat zu der Versicherungsleistung tragen.
00:21:54: Und das ist insofern interessant, wenn jemand auch im hohen Alter sehr mobil ist, viele Mausland sich befindet oder gerne auf Reisen ist damit er weiß, auch wenn ich zurückgeholt werde aus meiner Urlaubsdestination sollte ich den dort versterben dann steht die Versicherungssumme für die Bestattung immer noch zur Verfügung und darüber klären wir auf.
00:22:13: Also es sind viele Dinge, die wir da jetzt schon angesprochen haben.
00:22:16: Die ja im Rahmen eines Vorsorgegesprächs gemeinsam mit Angehörigen oder eben denjenigen, die sagen ich will vorsorgen bespricht.
00:22:25: Ziel des Ganzen ist und das haben wir vorher schon besprochen eine Art Win-Win Situation zu schaffen nämlich für den Angehöregen als auch für der normal betroffenen was das Thema Vorsorge angeht in Bestattungsfall
00:22:38: Und wünschenswert wäre dass Sie es lange nicht in Anspruch nehmen.
00:22:41: Richtig genau.
00:22:42: Vielen Dank für diese Einblicke und vielen Dank für die neue Episode von In guten Händen, der Podcast rund um Leben, Tod und Trauer.
00:22:52: Wir hören uns wieder in einem Monat – der Podcast erscheint ja immer am ersten Dienstag im Monat!
00:22:58: Bis dahin abonniert uns gerne auf der Podcastplattform eures Vertrauens zum Beispiel auf Spotify oder Apple-Podcasts damit ihr keine Episode mehr verpasst.
00:23:08: Lieber Julia lieber Martin ich sage danke fürs dabei sein
00:23:12: Danke fürs Gespräch.
00:23:13: Sehr gerne!
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