#3 Was passiert eigentlich im Todesfall? Ein klarer Leitfaden für Angehörige.
Shownotes
Wenn ein geliebter Mensch plötzlich stirbt, bricht für uns Hinterbliebene eine Welt zusammen. In einer Zeit zwischen emotionalem Ausnahmezustand und organisatorischen Notwendigkeiten brauchen wir Sicherheit und Klarheit, um den Alltag gut bewältigen zu können. In Episode 3 von „In guten Händen @ Dobretsberger – der Podcast rund um Leben, Tod und Trauer“ erklären Julia und Martin Dobretsberger Schritt für Schritt, was im Todesfall zu tun ist. Ein akustischer Leitfaden, der im Anlassfall die nötige Sicherheit gibt.
Mehr Infos zur Bestattung Dobretsberger: www.dobretsberger.at
„In guten Händen @ Dobretsberger“ wird produziert von wepodit.
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00:00:05: Hallo zu einer neuen Episode von in guten Händen et
00:00:08: Dobritsberger.
00:00:09: Dem Podcast rund um Leben, Tod und Trauer!
00:00:12: Ich bin Nora Meyer und gemeinsam mit dem Linzerbestatter Ehepaar Julia und Martin Dobritzberger spreche ich monatlich über alles rund um diesen so spannenden Themenkreis.
00:00:24: Liebe Julia lieber Martin herzlich willkommen erneut im Podcaststudio.
00:00:29: Danke
00:00:30: schön dass wir wieder zusammen sind.
00:00:32: Der Tod eines lieben Angehörigen.
00:00:35: Das ist ja ein Gedanke, den wir gern ganz weit wegschieben von uns so nach dem Motto naja drehen wir später mal drüber doch wer wissen nicht und das ist Fakt wann der Zeitpunkt da ist.
00:00:48: und dann sind wir plötzlich mit einem Todesfall konfrontiert und natürlich mit allem was damit zusammenhängt.
00:00:55: Und was passiert dann eigentlich genau?
00:00:57: Was ist im Ernstfall zu tun und zu organisieren, das wollen wir heute in Episode drei klären.
00:01:04: Und ja Julia Martin – Wir haben damit natürlich mit euch beiden die besten Ansprechpartner!
00:01:10: Ich würde jetzt gleich einmal starten mit einem konkreten Beispiel sozusagen es gibt ein Todesfall in der eigenen Familie.
00:01:17: Eh klar ich bin komplett überfordert.
00:01:19: Das ist vielleicht überraschend passiert über Nacht.
00:01:22: trotzdem Eben, es muss was passieren.
00:01:26: Es muss organisiert werden und geplant werden.
00:01:29: Was sind denn da dann die ersten Schritte?
00:01:32: Und vor allem wie unterstützt ihr dabei wenn ich euch anrufe?
00:01:37: Nora, das ist genauso wie du sagst also zum Telefon greifen uns anrufen.
00:01:42: wir sind in vierundzwanzig Stunden am Tag erreichbar.
00:01:44: ab acht Uhr ist immer so dass das Telefon.
00:01:47: Nach Büroöffnungszeiten ist es so, dass das Telefon auf Martin oder mich weitergeleitet ist und wir begleiten dann Schritt für Schritt.
00:01:54: Das heißt im ersten Fall, dass meinen Totenbeschauarzt organisiert, wenn zum Beispiel der Sterbefall außerhalb des Krankenhauses ist.
00:02:01: Im Krankenhaus braucht man den nicht so organisieren weil eben über die Prosektur dann die Totenbeschau gesichert ist.
00:02:07: Und dann rufen wir wieder zurück und sagen, wie geht es weiter?
00:02:10: Wir versuchen für die Angehörigen Schritt-für-Schritt zu begleiten.
00:02:13: Wann kommt der Totenbeschauarzt voraussichtlich?
00:02:16: Sind noch andere Angehöhrige zu verständigen, die auch kommen wollen oder sollen?
00:02:21: Das ist ja oft das Angehäurige.
00:02:23: an solche Sachen nicht denken, dass unser Aufgabe einfach in dem Moment gibt's jemandem, der ihnen jetzt in der Situation gut tun würde, dann ruft uns den an, er kann gerne kommen.
00:02:33: Oder sollen wir noch warten ... dass noch jemand, was er sich die Kinder leben in Wien beispielsweise, es sollen wir warten bis die Kinder da sind.
00:02:41: Dass sich die auch noch zu Hause verabschieden.
00:02:43: Also für uns ist ja der Moment des Abschieds zuhause unglaublich kostbarer denn kann man nicht mehr wieder herstellen und insofern laden wir die Angehörigen
00:02:51: ein
00:02:52: rufen sie wenn Andi einen jetzt gut tut nehmen wir uns Zeit.
00:02:55: also ich glaube das wichtigste ist die Komponentezeit Und durch diese Zeit begleiten wir einfach Schritt für Schritt.
00:03:01: Also das Wichtigste heraus ist, einmal bei euch anzurufen.
00:03:04: Weil im Endeffekt wird man dann durchgeleitet und ich stelle mir das ja eben gerade in einer emotional extremen Ausnahmesituation ganz schwierig vor.
00:03:14: An was soll ich jetzt alles denken?
00:03:16: Und da bekommt man sozusagen schon am Telefon die Hilfe.
00:03:20: Ja
00:03:20: also es geht auch soweit dass wir sagen mal gibt's Bekleidung die der Persönlichkeit des Verstorbenen entspricht.
00:03:26: Vielleicht fühlen Sie sich jetzt in der Lage, dass sie die Kleidungsstücke raussuchen?
00:03:29: Das muss nicht der Anzug sein, den er im Leben nicht getragen hat sondern es soll wirklich eine Kleidung sein, die einfach der Mensch gerngetragen hat so wie ihn in Erinnerungen haben möchte.
00:03:41: und oder gibt's jemand, der sehr organisatorisch ist, der seinen Halt in der Organisation findet.
00:03:47: dem kann man sagen mal möchten sie vielleicht Dokumente raus suchen brauchen sie Geburtsturkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis.
00:03:53: Also es kommt immer auf den Anrufvertrag an und wir versuchen das gespürt zu haben.
00:03:58: was tut dem jetzt gut?
00:03:59: Wie findet der in der Situation, in der Ausnahmesituation wieder Halt?
00:04:03: Und so versuchen wir anzuletten.
00:04:05: Das Wichtigste ist die Kombination aus einerseits sich Zeit lassen mit all dem was einem gerade gut tut brauche Familie mich, brauche Zeit mich am verstorbenen oder anderen Verstorbenden zu verabschieden.
00:04:20: Wie viel Zeit hätte ich da gerne?
00:04:22: Und das kann ja auch gut tun.
00:04:25: Beim Verstörbenen noch mal zu verweilen, die Haare zu kämmenden Verstöbungen zu berühren und der Verstorben ist weder giftig noch sonst in irgendeiner Form bedenklich.
00:04:34: Das heißt es gibt nichts was unmittelbar getan werden muss!
00:04:37: Und gleichzeitig hat man mit uns einen Ansprechpartner, der jederzeit erreichbar ist... ...und immer ein Mensch,
00:04:44: d.h.,
00:04:45: man kommt nicht aufs Band oder in der Kohl sind, sondern man hat jemanden an der Hand den man ganz persönlich aus seiner Situation herausfragen kann um die Antworten, die einem gerade wichtig sind.
00:04:56: Und das wollen wir leisten und deswegen, wie gesagt eben auch wir selber ab damit wir sicherstellen können dass die antworten profund sind, dass sie allumfassend sind sei das jetzt von organisatorischen Fragen wie es jetzt Schritt für Schritt weitergeht aber auch menschlichen fragen Und dass wir eben auch unsere Aufgabe darin sehen, vielleicht Dinge anzustoßen.
00:05:18: Eben wie auch die Familie herzuholen.
00:05:21: Denn man muss sich vorstellen Würden wir das nicht erwähnen Dann wird vielleicht die Überführung auf den Friedhof veranlasst und nachher fällt er dann erst ein Dass man noch einen Bruder oder Schwester hat, die irgendwo auswärts wohnen und die hatten dann gar nicht die Möglichkeit.
00:05:37: Das heißt da sehen wir schon die Verantwortung Auch ein wenig bei uns solche Dinge anzuregen damit eben auch nachhaltig ein guter Abschied gelingen kann.
00:05:48: Stichwort Guter Abschied, glaubt ihr schon dass es das braucht?
00:05:51: Dass man den Verstorbenen noch einmal sieht?
00:05:53: oder gibt's vielleicht auch Menschen die sagen na ich möchte es aber gar nicht mehr.
00:05:57: Ist das individuell irgendwie?
00:05:59: Also wenn der Todesfall zu Hause eintritt dann ist es ja so was man im Verstorbene zieht.
00:06:02: Insofern lässt sich das in dieser Situation auch gar nicht vermeiden.
00:06:07: wo wir fest davon überzeugt sind ist dass Die Würde eines menschen sich immer auch in seiner Kleidung reflektiert.
00:06:15: Das heißt, die Kleidungen, die wir tragen ist ja ein Statement nach außen.
00:06:19: und wenn ich jetzt einen Verstorbenen vielleicht auch nach einer erfolglosen Reanimation durch den Notarzt oder im Nachthemd vor mir liegen habe dann ist das ein anderes Bild als wenn wir nach Hause kommen zu den Menschen ankleiden in die Kleiddung der Verstorbene oder die Versturbene auch sonst getragen hätte, wenn sie das Haus verlassen hätte und dann kann ich mich an diesem Bild noch einmal verabschieden.
00:06:45: Dann ist das Ganze eine andere Wahrnehmung, weil ich auf einmal auch die Persönlichkeit des Menschen sichtbar vor mir habe.
00:06:51: Und dann ist vielleicht auch diese Hemmung oder diese Hemming?
00:06:54: Weil ich stelle mir das sehr schwierig vor einfach, dass da vielleicht viele Menschen eben bis du gesagt hast, der Storben ist weder giftig noch, schaut komisch aus, er sieht ja ganz normal aus aber natürlich wirkt es vertrauter wenn er in dem in der Kleidung ist, die er gerne angehabt hat.
00:07:09: Im
00:07:09: Gegenteil wirken Verstorbene oft sehr friedlich und es ist sehr beruhigend wenn man das Gefühl hat dass Versturbene einen friedlichen Ausdruck haben weil man dann die Idee davon hat dass es ihnen gut geht.
00:07:21: und gerade wenn die zurückliegende Zeit vielfach von Schmerzenkrankheit Einschränkungen und dergleichen begleitet war Dann ist das eine sehr versöhnliche Situation für Angehörige.
00:07:32: Notwendige Dinge wie den Dortenbeschauarzt, den organisieren wir und da informieren wir Angehörige so gut es geht dass sie einen zeitlichen Horizont haben.
00:07:43: Und dann vereinbaren wir mit ihnen gemeinschaftlich wann es für sich gut wäre das wir kommen und sollte sich das dazwischen ändern man kann ja jederzeit anrufen und man wird bei uns immer Verständnis stoßen.
00:07:56: Danach würden wir alle weiteren Schritte in die Wege leiten das heißt unseren Termin vereinbaren wenn er seine Besprechungen im Büro gibt wann der Termin für die Trauerfeier sein wird.
00:08:06: Das sind Dinge, die im ersten Moment noch gar nicht so wesentlich sind sondern da geht es um dieses erste Abschied nehmen aber das sicher auch eine der intensiveren Formen ist wenn man bedenkt dass wenn nachher oft die Einischierung folgt und die Trauervereier dann an der Urne stattfindet Dann ist der moment zu Hause das letzte mal wo ich den Verstorbenen in seiner Leiblichkeit sehe Und das kann schon für viele wichtig sein.
00:08:32: Ich würde zumindest fragen Es muss ja nicht jeder kommen, es kann jeder so halten wie er möchte aber auch gefragt zu sein und selber entschieden zu haben.
00:08:41: Ich möchte oder ich möchte nicht, das glaube ich ein großer Wert.
00:08:44: Ich finde
00:08:44: es hat auch sehr viel mit Selbstwirksamkeit zu tun.
00:08:47: Wir haben ja schon darüber gesprochen dass sie die Angehörigen in einer Ausnahmesituation in der absoluten Überforderung wiederfinden und da sehe ich es als unsere Aufgabe, dass wir einen emotionalen Rahmen schaffen, dass die An gehörigen gute Entscheidungen für sich treffen und Abschied am Verstorbenen zu nehmen kann ich dann wenns auch der emotionale Rahmen das auch hergibt.
00:09:07: Und es heißt für mich, dass der Verstorbene gesäubert ist und in der Kleidung vor mir ist, die er auch im Leben gern getragen hat.
00:09:15: Dass wirklich dieser Abschied mit Persönlichkeit ist!
00:09:18: Wir haben da Erfahrungen aus unserem Familienkreis, wo einfach Reanimation war und nicht mehr zu retten.
00:09:26: Wir haben dann vor Ort angekleidet wie wir es bei jedem Verstorbenen tun.
00:09:30: Dann war erst ein Abschied nehmen überhaupt möglich.
00:09:34: Vorher mit dem zerschnittenen Shirt wäre das nicht möglich gewesen.
00:09:38: Es geht darum, einen emotionalen Rahmen zu schaffen und dass Abschied möglich ist, dass es zumutbar ist.
00:09:44: Und die Angehörigen sehen trotzdem immer den Verstorbenen.
00:09:47: Die sehen durch die äußere Hülle ins Herz.
00:09:50: Also sie sehen den Menschen mit seiner Persönlichkeit.
00:09:52: Dass da ein Abschied möglichst ist, ist auch Teil unserer Aufgabe.
00:09:55: Vielleicht auch ganz wichtig eine Lanze führt, dass Sterben im institutionellen Umfeld zu brechen?
00:10:00: Es ist so, dass natürlich ... vielleicht der vielfache Wunsch da ist, zu Hause zu versterben als ein idealtypisches Bild des Abschied-Nemens und gleichzeitig ist es aber so dass viele Menschen das auch ziemlich fordert.
00:10:13: Das heißt zu Versterben im Krankenhaus heisst mittlerweile auf dort Zeit zu haben sich auf der Station und nicht in der Prozektur sind wirklich auf der station Dort wo der mensch vorher ja auch behandelt worden ist und sein Bett gehabt hat Sich dort nochmal verabschieden zu können ganz besonders auf Palletief und auspitzstationen die eine unglaublich menschliche Begleitung bieten, enormen Halt geben können.
00:10:37: Das heißt der Abschied soll im absoluten Fokus am Anfang stehen genauso im Alter sein und erst danach kommt alles weitere organisatorische wobei man sich natürlich dessen schon versichern kann.
00:10:50: das heißt die kann natürlich im ersten Moment anrufen und sagen wir haben einen Sterbefall und wir werden dann ermutigen sich die Zeit zu nehmen.
00:10:58: und wenn jemand sagt für mich passt es so Ich brauche es nicht mehr oder ich möchte auch gar nicht mehr hinkommen.
00:11:06: Dann ist das für uns genauso in Ordnung, dass wird also nicht gewertet, sondern angenommen wie es für jeden Einzelnen passend ist.
00:11:13: Darf man eigentlich – natürlich darf man aber sollte man Kinder zum Verstorbenen mitnehmen?
00:11:21: Wie seht ihr das oder wie erlebt ihr das in der Praxis, wie du es gelebt hast?
00:11:24: Ich würde
00:11:24: die Kinder einfach fragen!
00:11:26: Also ich glaube wieder... Es braucht den emotionalen Rahmen, dass es Kinder ermöglicht überhaupt Abschied zu nehmen.
00:11:32: Das heißt der Verstorben ist angekleidet.
00:11:34: das heißt die Situation ist so, dass das Kind auch eine Begleitung hat, die in dem Moment stabil genug ist das Kind Schritt für Schritt zu begleiten.
00:11:42: also heute nichts davon ein kind einfach hinzuziehen und zu sagen So schaut's aus.
00:11:46: Sondern dass das jemand ist, das muss jetzt nicht unbedingt vielleicht die nächste Angehörige sein, die emotional total gefordert ist oder vielleicht der Tante oder sonst eine Vertrauensperson, die mit dem Kind Schritt für Schritt sich annähert und dann einfach dieses Kind
00:12:00: fragt
00:12:00: möchtest du den Opa noch einmal angreifen?
00:12:02: Möchtest Du ihn berühren?
00:12:04: Also ich kann es als eigener Erfahrung sagen mir war es ganz wichtig mein Opa nochmal anzugreifen weil ich so war haben können, ja der ist wirklich verstorben.
00:12:13: Die Temperatur ist anders seine Haut fühlt sich anders an.
00:12:16: das war für mich ganz eine ganz wichtige Erfahrung und deswegen bin ich schon dafür dass man es Kindern ermöglicht aber halt ohne Zwang ohne Bewertung und mit ganz viel Zeit.
00:12:27: Und wenn man möchte dass Kinder einen guten Umgang mit dem Tod oder auch mit dem Sterben haben dann ist es natürlich gut sie vorher schon vorzubereiten das heißt Krankheiten nicht zu verschweigen drohende Sterben allenfalls schon mal anzusprechen, mit ihnen darüber zu philosophieren wie das sein könnte.
00:12:48: Diese Situation das bereitet einerseits wenig den Boden für den Abschied selber und auf der anderen Seite aber dann auch nicht ein Setting zu schaffen dass mit dem vorher besprochenen völligen Widerspruch steht.
00:13:00: Das heißt wenn eine lange Krankheit vorangegangen ist Klassischerweise durch den Notarztitipett sind noch aufgeblickt, da verstärken ist womöglich intubiert.
00:13:11: Das Leiberl ist aufgeschnitten, es liegen noch die Medikamentenverpackungen und dergleich im Meer herum im Zimmer dann ist das sicher ein Setting dass da einem krassen Widerspruch steht und dann viele Fragen und Unsicherheiten aufwirft bei Kindern weil da die Fantasie natürlich eine ganz große Rolle spielt.
00:13:29: Und insofern da vorher darüber zu schauen ist das ein passender Rahmen der für Kinder geeignet ist, der auch in dem Lichte steht dessen was wir vorher besprochen haben und gleichzeitig unter all der Freiwilligkeit Kinder zu fragen.
00:13:45: Auch vielleicht wie weit möchtest du zum Verstäumten gehen?
00:13:48: Man kann ja nicht entweder nur Ja oder Nein sagen sondern es kann ja sein dass ich mich auf fünf Meter annähere aber näher möchte ich dann nicht hingehen.
00:13:56: und dann ist das genau die Distanz die für das Kind richtig ist als Angehöriger, sehr wachsender daneben stehen zu bleiben.
00:14:04: und das akzeptieren wir jetzt auch so.
00:14:06: Wenn er noch einen Schritt gehen möchte ist gut und wenn nicht dann drehen wir wieder um Und dann gehen wir.
00:14:11: Wir werden eh in einer weiteren Episode auch noch mal darüber sprechen, wie man Kinder gut begleiten kann.
00:14:16: Aber da findet ihr auf einen schönen Impuls, dass man Kinder fragt, möchtest du nur was mitgeben?
00:14:22: Möchtest Du nur eine Zeichnung mitgeben, möchest Du noch ein Garten gehen ohne Blume für die Oma pflücken und die einfach in den Saag legen?
00:14:28: Also einfach das man ihnen kleine Gesten ermöglicht damit sie ihre Verbindung ausdrücken können.
00:14:33: wir großen ja auch.
00:14:35: also es wäre auch für die Erwachsenen oft eine schöne Geste wenn man sagt ma ich möchte nur irgendwas mit Geh mir, möcht was tun?
00:14:41: Und es ist die Handlungsermächtigung.
00:14:43: Also die Idee, was werde ich denn tun wenn ich dann dort bin und die erleichtert uns die Situation weil wir einen Plan haben wie Menschen funktionieren ja auch so.
00:14:53: und dann wenn ich dort vor Ort überfordert bin.
00:14:56: Dann erinnere ich mich auf meinen Plan auf die Idee Ich habe eine Zeichnung mit ich schreibe einen Brief ich leg eine Blume hin und dann tue ich das.
00:15:03: oder Kerze an zündenden Fenster aufmachen Was euch immer mir gut tut und dann kommt man durch dieses Eis, dass man dann bricht ein wenig in das Handeln hinein.
00:15:13: Und es ist die Erfahrung ich schaffe etwas auch in dieser Unmacht der Situation.
00:15:18: Ich bin fähig etwas zu tun und das ganze wichtige Erkenntnis also diese Selbstwirksamkeit den kleinen Gesten einfach.
00:15:24: sie zeigt
00:15:25: Stichwort planen, trotzdem es geht ja dann weiter.
00:15:28: Wir haben jetzt die Verabschiedung sozusagen im Idealfall zu Hause oder theoretisch auf der Paliativstation im Krankenhaus und ihr auch Halt geben kann wie du gerade angesprochen hast Martin.
00:15:39: aber wie geht's dann weiter?
00:15:41: Wie viele Tage dauerts in einem Normalfall zwischen dem Todesfall und den Begräbnis?
00:15:46: was macht man bis dahin?
00:15:47: Ich meine wir werden um eine eigene Folge natürlich zum Thema Begegnis machen Aber vielleicht grob eingegrenzt.
00:15:53: was ist zu tun?
00:15:54: Wann wird der Verstorbene abgeholt?
00:15:57: Wie geht es dann weiter?
00:15:59: In Oberösterreich ist es so, dass der Versterbene vierundzwanzig Stunden zu Hause verbleibend darf.
00:16:05: Ohne dass eine weitere Genehmigung oder Bewilligung notwendig wäre und insofern ist das der Zeitrahmen der auch für die Totenbeschau offen steht und indem sich Angehörige auch wenn sie von weiter her kommen zur hause verabschieden können.
00:16:19: im heim im Krankenhaus ist es meistens etwas kürzer klarerweise weil ja auch die Zimmer dort wieder gebraucht werden.
00:16:26: Da besteht dann die Möglichkeit sich auf der Positur zu verabschieden.
00:16:30: Im Weiteren ist es so, dass man in einem Gespräch zwischen uns und den Angehörigen ganz klar bespricht wann wird der Termin für die Trauerfeier sein?
00:16:38: Wie sollte eine Begleitung der TrauerFeier aussehen?
00:16:41: Soll das eine fahrliche Begleitung sein oder soll das eine sekulare Begleitation also durch einen Traueredner oder Trauerrednerin sein?
00:16:49: Das heißt da werden die Wünsche der Familie gesammelt und dann in eine Form gebracht, die für sie passend und richtig erscheint um am Friedhof dann in einer Öffentlichkeit Abschied zu nehmen.
00:17:02: Das ist ja etwas völlig anderes als Zuhause wo man unter sich ist im Kreis der Familie oder da nehmen auch alle anderen einlädt.
00:17:09: Und in diesem Einladen findet sich eines der großen Hemmnisse denn der Postversand ist mittlerweile doch schon etwas langsamer geworden Und insofern braucht man mehr Zeit.
00:17:20: Die meisten Begebnisse sind also zwischen einer Woche und zehn Tage nach dem Todesfall, das geht sowohl mit dem Saga als auch mit der Urne sich aus in Oberösterreich.
00:17:29: Und die Form dieser Bestattung sei es welche Musik gespielt wird insbesondere auch eine Musik, die der Persönlichkeit des Verstorbenen entspricht oder auch die Familie in ihrem Dasein und ihren Abschied stärkt.
00:17:43: Das soll also keine Musik sein, die jetzt ein Salz auf die Wunde steuert sondern eigentlich eine, die einen unterstützt.
00:17:49: das wird dann dort besprochen genauso wie der Ausgestaltung sein soll ob man Fotos zeigen möchte aus dem Leben des Verstorbenen um vielleicht eben das Leben und die Persönlichkeit dort vor Ort noch mehr griffiger zu machen und zu ergänzen.
00:18:02: Das sind Dinge wo wir wirklich Schritt für Schritt durchführen mit der Idee dass wir nichts einreden wollen sondern schauen was da ist und somit nachhaltig einen Abschied gemeinsam planen, von dem man auch ein Jahr später noch der Meinung ist das war genau so gut und richtig wie wir es damals angelegt haben.
00:18:21: Also es ist quasi, wenn ich das jetzt raushöre, genug Zeit natürlich um sich zu verabschieden.
00:18:26: Auch wenn's einen gesetzlichen Rahmen gibt, vierundzwanzig Stunden aber ihr sorgt dafür dass das trotzdem in einer ja in dem Rahmen zum Angehörigen passt wo man das emotional zumuten kann und dann geht das weiter in Gesprächen um die Planung des Begräbnis der Trauerfeier und das passiert dann innerhalb von das gesagt bis zu knapp zehn
00:18:49: Tagen.
00:18:50: Genau und sollte jemand jetzt akribisch mitgeschrieben haben, es gibt dafür für alle Eventualitäten Jacklisten auf unserer Homepage die man herunterladen kann wo genau diese Schritte auch geführt sind.
00:19:00: und eben vor allem und das ist wirklich so eigentlich die erste Form des Kontaktes dass Telefon das vierundzwanzig Stunden am Tag dreihundertfünfundsechzig Tage an dem Schalter sogar eine mehr besetzt ist Wo jemand da ist der sich auskennt der gut weiß wie Begräbnisse wie Abschied geplant wird, aber vor allem auch welche organisatorischen Schritte zu setzen sind und der auf die individuelle Situation eingehen kann.
00:19:25: In all den Einzelheiten, wie sie sich dann darstellen.
00:19:28: Und ich glaube dass das wichtig ist dieses Vertrauen haben zu dürfen da ist jemand, den ich anrufen kann und der mich als Mensch wahrnimmt in meinen Bedürfnissen und daraus mit mir gemeinsam einen Abschied gestaltet.
00:19:43: Mit dem ja meine Nöte in dem Moment besprechen kann.
00:19:47: Also da kommen ja alle möglichen, vor allem ich finde immer die manche Probleme in der Nacht sind sie viel größer weil das mal allein dass man auf sich gestellt und das ist unglaublich hilfreich wenn man dann ein menschliches gegenüber hat mit dem er seine Sorgen wie Ich weiß nicht ob des Lieblingskleid meiner Mutter jetzt noch passt kann ich es trotzdem herauslegen.
00:20:06: Und natürlich können wir sie rauslegen oder dass man sagt, vielleicht möchten sich jetzt die Haut von ihrer Mama noch einkremen?
00:20:13: Also das man so kleine Gesten und so kleine Impulse einfach setzt!
00:20:17: Ich empfehle auch immer, dass man sich ein Blatt Papier und einen Stief zur Seite legt weil manchmal fährt die Lieblingsmusik zum unmöglichsten Zeitpunkt ein.
00:20:26: Das war das Lieblungslied und das würde ich gerne bei der Trauerfeier spielen.
00:20:30: dann schreibe ich's auf Das
00:20:32: Wichtigste sind auch Angehörige, die man verständigen möchte.
00:20:34: Also die fallen einem auch nicht in chronologischer Einfolge alphabetisch sortiert ein, sondern die kommen so nach und da.
00:20:41: und dann denken das, du meine Güte, Martin Onkelfrieds müssen noch einladen und die Dante... Und
00:20:45: die Kammer ringen?
00:20:46: Frisch nach der Bestattermeisterprüfung habe ich ja ein Todesfall in der eigenen Familie gehabt und ich war so überfordert.
00:20:54: Und dann bin Martin gebraucht, der mir solche Impulse gibt.
00:20:57: Der sagt zu Julia!
00:20:57: Und jetzt schreibst du das Lieblingslied.
00:20:59: Wann ist da aufhört?
00:21:00: Ich war so dankbar dass er mir diesen Impuls zur richtigen Zeit gibt weil oft in der Beratungssituation bei uns im Büro fällt einem das womöglich dann gerade nicht ein.
00:21:12: Wenn man das vorher mal gesagt hat Da gibt es ein Blattpapier, da kann man einfach solche Ideen draufschreiben.
00:21:17: Wunderbar!
00:21:18: Dann kann ich das dann mitnehmen.
00:21:19: Alles was man Sicherheit gibt und in dieser Schwere der Situation einem Stückchen das Gefühl von Kontrolle gibt ist gut und hilfreich.
00:21:29: Das bringt mich nämlich eher auch noch zur letzten Frage eigentlich schon wieder.
00:21:34: Hilfreich ist ja natürlich auch, wenn die Person, die dann betroffen ist schon zu Lebzeiten vielleicht seine Art Begräbnismappe vorbereitet hat.
00:21:43: Wo das schon alles drinnen steht würde dir sowas auch empfehlen?
00:21:47: Also ich war trauerfeiergestaltet mit einer Tochter und die mir dann gesagt hat man sieht es unglaublich!
00:21:54: unheimlich
00:21:55: oder ungewohnt empfunden, dass ihre Mutter vorher mit unserer Vorsorge abgeschlossen hat.
00:22:00: Also ihre Mutter hat die Urne ausgesucht, ihre Mutter hatte Musikstücke ausgesuchten, ihre Mütter hat bei uns Adressen hinterlegt an wen wir die Paar... also ihre Mutter das ganze Begräbnis und sie hat es irgendwie total irritiert!
00:22:13: Und jetzt ist sie aber unglaublich froh weil sie kann sich auf ihre Trauer fokussieren und sie er hat das Gefühl, es ist so wie sie ihre Mutter sich gewünscht hätte.
00:22:21: Die hat sogar die Blumen ausgesucht.
00:22:24: Ich kann nur die Rückmeldung der Tochter weiß, sie war total erleichtert und es war ja eine große Hilfestellung.
00:22:30: Man hat in dieser Situation das Gefühl man macht es richtig weil es den Wünschen oder der Verstörbenden entspricht und ich glaube dass ist die große Erleichterung bei all den Wungen die schon deponiert sind und das kann jetzt eine Bestattungsvorsorge sein.
00:22:43: Das kann aber auch ganz ein Zettel Papier sein auf dem man so seine eigenen Ideen Wünscht und Vorstellungen notiert.
00:22:50: Und vielleicht in die Dokumentenmappe gibt, weil die Dokumente werden am ersten gesucht und gebraucht.
00:22:56: Insofern findet man sie dort auch.
00:22:59: Das kann aber auch im gemeinsamen Gespräch schon zu Lebzeiten sein, wo man sich einen oder anderen Wunsch vom Herzen spricht und dem anderen mitgibt.
00:23:09: Ich glaube dass dieses Miteinanderreden sehr befreien sein kann für beide Seiten.
00:23:16: einerseits wenn weiß, ich habe jetzt den angehörigen Ideen mitgegeben und wenn sie es anders machen ist das auch recht.
00:23:22: aber Sie haben zumindest eine Vorstellung.
00:23:25: Und diejenigen, die es hören, empfinden es dann doch als einen tiefem Einblick in das Leben der Menschen weil wir schon wissen welche Musik seine Eltern gerne gehört hätten.
00:23:35: Das ist nicht so durch die Bank der Fall.
00:23:37: Dafür gibt's auch einen Leitwarten bei uns auf der Homepage zum runterladen, das kostenlos und man kann ihn selber ausfüllen und bei sich ablegen.
00:23:44: Aber das Wichtigste ist einfach sagen, was man sich wünscht ganz offen.
00:23:49: Ohne dass man sich die Frage stellt darf man das überhaupt geht?
00:23:52: Das ist das Eigenartig oder nicht sondern gerade heraus und gerade als Bestatter haben wir ja viel Verständnis für Die Menschen in ihrer Situation Und können es auch aus eigenen Erfahrungen nachvollziehen.
00:24:05: und dann werden wir sehen Dass wie die Bedürfnisse hinter den Wünschen oder die wünschten selber erfüllen so weit das eben auch möglich und machbar ist.
00:24:14: und das ist glaube ich das wichtigste diese ermutigung mal zu sagen, was man sich denkt.
00:24:18: Vielen Dank lieber Martin!
00:24:19: Das waren jetzt sehr schöne zusammenfassende Worte und ich nehme vor allem aus dem Gespräch mit ihr.
00:24:24: seid erreichbar für mich auf eurer Website Dobritsperger.at oder eben unter eure Telefonnummer.
00:24:30: das heißt wenn ich Hilfe brauche in diese Richtung Unterstützung brauche kann ich euch jederzeit anrufen im Todesfall.
00:24:38: Sehr gerne
00:24:39: Ja.
00:24:40: das war eine neue Episode von In guten Händen et dobertsberger.
00:24:44: wir haben viele Fragen rund um das Thema Todesfall, was ist hier konkret zu tun?
00:24:50: Ein Leitfaden quasi versucht zu beantworten.
00:24:53: Nähere Infos liebe Hörerinnen und Hörern findet ihr natürlich eben auch auf der Website von Doppelsberger www.dopretsbergerat.
00:25:00: Bitte auch nicht vergessen unseren Podcasts zu abonnieren!
00:25:03: Auf der Podcastplattform Eures Vertrauens zum Beispiel auf Spotify damit Ihr keine Folge mehr verpasst.
00:25:10: Eine neue Episode von In guten Händen erscheint wieder in einem Monat.
00:25:15: Vielen Dank, lieber Martin!
00:25:17: Vielen dank, Lieber Julia!
00:25:18: Sehr gerne,
00:25:19: danke!
00:25:31: Dieser Podcast wurde produziert von WePod it.
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